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Warum Sportschützen möglichst beide Augen offen halten

Das Zielauge arbeitet an der Visierlinie, während das zweite Auge entspannt offen bleiben kann – bei Bedarf hinter einer hellen Blende.

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Die Blende deckt das Zielbild ab, ohne ein kräftiges Zukneifen zu verlangen.

Zielauge und zweites Auge haben unterschiedliche Aufgaben

Das Zielauge blickt durch die Visierung. Das zweite Auge liefert ebenfalls Sehinformation, muss aber nicht auf das Zielbild gerichtet werden. Wer es kräftig zukneift, kann unnötig Spannung in Gesicht, Kopf und Nacken aufbauen. Eine ruhige Kopfhaltung unterstützt einen wiederholbaren Anschlag.

Wozu dient eine helle Augenblende?

Eine helle, regelkonforme Blende vor dem nicht zielenden Auge reduziert störende Bildinformationen, während das Auge offen bleiben kann. Hell bedeutet nicht durchsichtig: Die Fläche soll Licht nicht unnötig abdunkeln und zugleich den Blick auf die Scheibe abschirmen.

Augendominanz ist nicht nur eine einfache Etikette

Welches Auge eine Aufgabe dominiert, kann je nach Test und Sehaufgabe unterschiedlich ausfallen. Deshalb reicht ein schneller Selbsttest nicht immer für eine endgültige Entscheidung. Leiterperson und Schützin oder Schütze beurteilen gemeinsam, welche Seite ein ruhiges Zielbild und eine natürliche Kopfhaltung erlaubt.

Individuelle Sehbedingungen ernst nehmen

Brille, Kontaktlinsen, Schiessbrille oder Iris können das Zielbild beeinflussen. Bei anhaltenden Sehproblemen, Kopfschmerzen oder Unsicherheit ist eine Optikerin, ein Optiker oder eine Augenfachperson die richtige Anlaufstelle. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beurteilung.

Quellen & weiterführende Informationen

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